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Viel Vorarbeit und langsames Vortasten: das war der lange Weg, den die beiden Länder beschreiten mussten. So gingen dem Abkommen eine Reihe von wichtigen Annäherungsschritten voraus, wie zum Beispiel der Schuman-Plan des gleichnamigen französischen Außenministers, der schließlich zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl im Jahr 1951 führte oder der Saarvertrag, der endlich eine einvernehmliche Lösung über den Verbleib des Saarlands brachte.

Doch was wäre der Élysée-Vertrag ohne seine Akteure? Auf deutscher Seite der Bundeskanzler Konrad Adenauer, auf der französischen Präsident Charles de Gaulle. Zwei außergewöhnliche Persönlichkeiten, deren gemeinsamer Kampf gegen den Nationalsozialismus sie schließlich zusammen brachte. Beide förderten den Wunsch nach Frieden, der nach zwei Weltkriegen in Europa nur allzu präsent war und einer Aussöhnung, welche die Grundlage für den „Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Französischen Republik über die deutsch-französische Zusammenarbeit“ bilden sollte.

Am 22. Januar 1963 war es schließlich soweit. Im Herzen von Paris, im Élysée-Palast standen sich beide Staatsoberhäupter gegenüber und unterzeichneten Seite an Seite den Vertrag, der die zwei unterschiedlichen, jahrelang durch Zwist getrennten Länder Deutschland und Frankreich zusammenführte. Von nun an waren beide Regierungen zu Konsultationen in allen wichtigen Fragen der Außen-, Sicherheits-, Jugend- und Kulturpolitik verpflichtet. Das Gegeneinander hatte sich in ein Miteinander verwandelt. Die Grenzen waren überwunden und aus Feindschaft war Freundschaft geworden.

Bis heute spüren wir die Auswirkungen und Vorteile, die der Élysée-Vertrag zum Vorschein bringt. Bereits einige Monate später, am 5. Juli 1963 wurde zum Beispiel das Deutsch-Französische Jugendwerk gegründet, das von da an und bis heute Jugendliche aus beiden Ländern zusammenbringt. Die Zeit der Waffen war endgültig vorbei und die Zeit des Aufeinanderzugehens und Lernens hatte begonnen.

Manchmal vergessen wir, was so eine Freundschaft bedeutet. Was Frieden und kultureller Austausch wert sind. Ich wurde ebenfalls daran erinnert, denn mein Austausch im Rahmen des Brigitte-Sauzay-Programm ist letztlich allein durch den Élysée-Vertrag möglich geworden. So habe auch ich erfahren, dass die amitié franco-allemande eine ganz besondere ist.

frz

(von links nach rechts: Ich - Mathilda - und meine Austauschpartnerin Mathilde an einem sehr sonnigen Tag im Juni 2017)

Mathilda Herr, Klasse 11 Grundkurs Französisch

 

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