Stolpersteine

211109_HP_Media_Stolpersteine_3.jpg
Der 9. November wird oftmals als „Schicksalstag der deutschen Geschichte“ bezeichnet: 1918 wurde die erste deutsche Republik ausgerufen, 1923 versuchte Adolf Hitler mit einem Putsch gewaltsam an die Macht zu kommen, 1989 fiel die Berliner Mauer.

211109_HP_Media_Stolpersteine_1.jpgIn der Nacht vom 9. auf den 10.11.1938 organisierten die Nationalsozialisten die sogenannte Reichspogromnacht: Synagogen wurden in Brand gesteckt, jüdische Wohn- und Geschäftshäuser zerstört. Man erinnert heute an diese antisemitischen Ausschreitungen durch Putzen von sogenannten Stolpersteinen und einer Mahnwache an eben diesen. Stolpersteine sind in ganz Deutschland als Gedenken an alle im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Menschen verlegt. Diese kleinen Messingtafeln finden sich meist vor der Geburtsstätte oder dem letzten Wohnort des Opfers – mittlerweile gibt es etwa 75.000 Stolpersteine in Deutschland, allein Leipzig hat über 600 dieser Mahnmale.

In unmittelbarer Schulnähe befindet sich unter anderem ein Gedenkstein für Karl Helbig, der im

Nationalsozialismus wegen kommunistischer Ansichten verfolgt wurde und schließlich im Zuchthaus Waldheim mit 31 Jahren unter ungeklärten Umständen zu Tode kam. Die Klasse 7/3 beschäftigte sich im Rahmen des Geschichtsunterrichts eingehender mit seiner Biografie und legte zu seiner Erinnerung am 9. November Rosen am ehemaligen Wohnort des gebürtigen Leipzigers nieder.

Christina Trog
Geschichtslehrerin 7.3
Fachleiterin Gesellschaftswissenschaften | Sprachen

 

BFDWir sind als Einsatzstelle
im BFD gelistet.

Newsletter

Zukünftige Newsletter per Email erhalten.