Werner Heisenberg Schule und Turnhalle

Exkursion zur Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein

Das trübe Wetter passte zu unserem Ziel, als wir am 19. Mai morgens vor der Schule auf den Bus warteten, der uns in die Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein bringen sollte.

In der ehemaligen Heilanstalt für geistig behinderte Menschen wurden in den Jahren 1940 und 1941 Menschen umgebracht, die in den Augen der Nationalsozialisten als "lebensunwert" galten.

Im Keller des gelben Gebäudes, das auf einem Hügel direkt über den Dächern von Pirna thront, hat man eine kleine Ausstellung eingerichtet, die an die Opfer erinnern sollte. Jeder einzelne der mehr als 14000 Namen stand auf einer Tafel im ersten Raum, den wir im Keller betraten, sortiert nach Jahr und Monat, in dem sie ermordet wurden. Von einigen von ihnen fanden wir auch die Lebensgeschichte sowie ein Foto im Nachbarraum – das Zimmer, von dem man sie schließlich weiter in die Gaskammer geführt hat. In dem Raum zu stehen, in dem man tausende Menschen umgebracht hatte, war schon etwas seltsam, deshalb waren wir froh, als wir weitergehen konnten. Wir folgten dem Weg, den die Menschen machten über den Raum, in dem man die Leichen verbrannt hatte bis hin zum Berghang, auf dem die Asche schließlich einfach verstreut wurde.

Im allerletzten Zimmer befanden sich noch einige Gegenstände, die man später bei Ausgrabungen an dem Hang gefunden hatte, die den Opfern gehört hatten. Hauptsächlich waren das Schmuckstücke, aber es gab zum Beisiel auch eine Mundharmonika oder einen Kamm.

Der Gang durch den Keller ging zu unserer Überraschung ziemlich schnell. Nachdem wir wussten, wie viele Menschen hier gestorben waren, sind wir davon ausgegangen, dass die Anlage viel größer war. Es gab zwar tatsächlich noch zwei weitere Gebäude, das Standesamt, auf dem die Todesurkunden ausgestellt wurden und der ehemalige Schlaftrakt für die Ärzte, aber diese haben wir uns nicht genauer angeschaut. Wir sind nach der Führung zurück nach oben gegangen und haben uns während einer Gruppenarbeit weiter mit der Geschichte der Opfer und auch der Täter auseinandergesetzt.

Abschließend lässt sich wohl sagen, dass dieser Ausflug jeden berührt hat und uns sehr eindrucksvoll vor Augen geführt hat, zu was für grausamen Dingen Menschen fähig sind. Und es war trotz des Schreckens sehr interessant und bewegend.

Sonia Glade, 9/I

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